Donnerstag, 03.05.2018

Faulenzertag bei Regen

Regen prägte den heutigen Tagesablauf, doch das war weiter nicht schlimm, denn wir wollten sowieso einen Ruhetag einschieben. Am Vormittag wars noch trocken, also stieg ich nochmals zum Dorfladen hoch und holte ein paar Leckereien fürs Morgen- und Abendessen. Danach genossen wir das Zmorge auf unserem Logenplatz hoch über dem Meer. Nach dem Abwasch konnte ich endlich mal meine aufgestauten Tagesberichte fertigstellen, den Weg ins Netz fanden sie dann etwas später, als ich mich zu Tinu gesellte, der sich schon vorher im Grotto neben der Reception installiert hatte, wo die WLAN-Abdeckung am besten ist. Bisher hatte es zwischendurch immer mal leicht getröpfelt, aber nicht heftig, es hing Wäsche zum trocknen unter der Markise. Als wir da so ins Internet vertieft waren, fing es plötzlich von einer Minute auf die andere an richtig zu schütten, dazu Gewitter im Anzug. Tinu rannte zum Camper, um das Schlimmste zu verhindern, ich rettete inzwischen ein paar Elektronikgeräte an einen trockenen Platz unter Dach. Irgendwann kam er dann durchnässt zurück, die fast getrocknete Wäsche war zwar wieder nass, aber nicht davongeweht. Von jetzt an blieb der Regen, mal stark, mal schwächer. Eins solche Schwächephase nutzten wir aus, um wieder runter zum Camper zu gehen, nachdem wir im Netz unsere wichtigsten «Arbeiten» erledigt hatten. Langsam ging es bereits ans Nachtessen, und mangels trockenen Fusses erreichbarem Restaurant kochten wir halt mal selber, was der Vorrat gerade so hergab, Reis mit Thon und Gurkensalat an einer Senfsauce. Und wenn sonst zuviele Köche das Essen verderben, war das hier nicht der Fall. Bei uns schmeckte alles gut, und es wurde alles aufgegessen, was ja auch ein gutes Zeichen ist. Inzwischen zeigte das Gewitter neue Stärke, es knallte und goss wie wild, wir fühlten uns wohl im Trockenen und gedachten kurz der vielen Zeltbewohner um uns herum. Als ich fürs Abwaschen eine weitere Regenlücke nutzen wollte, wurde ich vom nächsten plötzlich auftretendem Starkregen überrascht und flüchtete zurück in den Camper. Wir beschlossen, dieses schöne Fleckchen Erde (wenn die Sonne scheint) morgen zu verlassen und weiter Richtung Nordwesten zu  fahren, besprachen noch den Verlauf der Route. Nun ziehen wir uns zurück in unsere Schlafsäcke und horchen dem Trommeln der vielen Regentropfen auf unserem Dach.

Tinus Tagesbericht

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