Montag, 27. Mai 2019

Wie gesagt ging es heute schon früh los, wir hatten leider fast keine Zeit, den ausgezeichneten Komfort des Hotels FirstInn zu geniessen, sogar das Morgenessen entfiel, weil wir so früh los mussten. Zuerst gings mit dem TramTrain zurück an den Hauptbahnhof, wo wir uns gleich um ein weiteres Ticket der MRB kümmerten, vor 9 Uhr gabs leider keine Sonderpreise, so dass dies wohl unser teuerstes Billett der Reise wurde. Wir fuhren über Chemnitz bis Tharandt (Betonung auf dem ersten A, wie ich schmerzhaft lernen musste). Ab da gings mit der Freikarte und der Dresdner S-Bahn ein paar wenige Stationen bis Freital-Hainsberg, wo die erste Dampfbahn unserer Exkursion auf uns wartete. Mit der Weisseritztalbahn (oder Weißeritztalbahn, wie die einheimischen Sachsen sagen würden) fuhren wir von Freital bis zum Kurort Kipsdorf. Durch dichte Wälder, zieht sich die Strecke entlang des Flüsschens hinauf, später geht es noch einem lauschigen Stausee entlang, bevor Kipsdorf erreicht wird. Dort wurde der Zug von der Dampflok der BR 99 umfahren. Wir blieben gleich sitzen, hatten mit unserem mitgeführten Gepäck ein «Traglastenabteil» belegt, und fuhren mit dem Zug wieder zurück nach Freital. Hier schauten wir noch ein wenig dem Treiben im Dampfbahnhof zu und fuhren dann mit der S-Bahn nach Dresden, wo wir unser Gepäck in einem Schliessfach deponierten, denn es ging gleich weiter nach Bad Schandau im Elbsandsteingebirge, diesmal mit einer anderen S-Bahn-Linie. Die Strecke entlang der Elbe Richtung Tschechien ist spektakulär. In Bad Schandau konnten wir gleich am Bahnhof auf eine Fähre umsteigen, welche uns in wenigen Minuten schräg über die Elbe zum Stadtzentrum brachte. Kleiner Fussmarsch noch durch den Ort, bis wir am Kurpark die Endhaltestelle der Kirnitzschtalbahn erreichten, für einmal kein Dampfzug, sondern ältere Tramwagen, welche aber gut in Schuss sind. Der Strasse entlang gings ins Tal hinein bis zum Lichtenhainer Wasserfall, wo der Triebwagen seine beiden Beiwagen für die Rückfahrt umfahren musste. Neben der Ausflugsgaststätte befand sich besagter Wasserfall, welcher aber nur alle halbe Stunden mit einem Schieber, der gehoben wird, zum Laufen gebracht wird. Lustige Szenerie mit dramatischer Musik. Wir gönnten uns im Gasthof ein Eis, machten noch ein paar Tramfotos und fuhren dann wieder zurück nach Bad Schandau, erreichten dort knapp die nächste Fähre zum Bahnhof. Da wir schon etwas Rückstand auf den ursprünglichen Zeitplan hatten, verzichteten wir auf die geplante letzte Schlaufe via Sebnitz-Pirna und fuhren mit der nächsten S-Bahn direkt zurück nach Dresden, holten das Gepäck und fuhren mit dem Tram an den Rand der Innenstadt. Nach einem kleinen Spaziergang der Elbe entlang erreichten wir den Platz vor der Frauenkirche, wo Tinu uns im Hilton vier Nächte im gebucht hatte. Wir richteten uns kurz im Zimmer ein und gingen dann noch ins Dresden 1900 Nachtessen. Hier stand im Gastbereich ein veritables, altes, renoviertes Trämmli. Gut genährt fielen wir danach nach einem langen und interessanten Tag in die Federn.

Tinus heutige Erlebnisse

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