Samstag, 01. Juni 2019

Heute war unser Jokertag, auf dem Plan stand ursprünglich nur noch die Strassenbahn von Naumburg. Da wir sonst (fast) alles auf unserer Liste abgehakt hatten, konnten wir sogar noch eine zusätzliche Bahnlinie in unser Programm einbauen. So fuhren wir am Vormittag zuerst nordwärts nach Dessau, von wo aus ein lustiger doppelstöckiger Schienenbus eine früher eingestellte Strecke nach Wörlitz und zurück befuhr. Sie führt durch die Gartenlandschaft Dessau-Wörlitz, riesige Landschaftsparks, angelegt im 18. Jahrhundert durch Fürst Leopold III. Franz und Fürstin Louise, deren Namen auch die beiden Triebwagen der Bahn tragen. In Wörlitz reichte die Zeit gerade knapp, um vom Bahnhof durch das schmucke Dorf an eine Seepromenade in gepflegter Parklandschaft zu gelangen, dort ein paar Bilder zu schiessen und wieder zurück zum Bahnhof zu gelangen. Gelohnt hat sich die Fahrt trotzdem, denn diese Prototyp-Schienenbusse fahren sonst nirgendwo mehr in Deutschland. Von Dessau gings dann südwärts, via Halle (Saale) nach Naumburg. Hier fährt die kürzeste Strassenbahnlinie Deutschlands, und zufällig war heute auch noch die Besichtigung des Depots der Bahngesellschaft möglich. Vom Vorplatz des Bahnhofs Naumburg gings zum Postplatz, wo schon eine kleine Schar „Höbeler“ darauf wartete, dass die Depottore geöffnet würden. In der Remise gabs dann in recht engen Platzverhältnissen untergebrachte Fahrzeuge zu bestaunen, man möchte möglichst ein Fahrzeug jedes ehemaligen DDR-Typs der Nachwelt erhalten. Ein schrulliger älterer Herr führte uns mit sehr trockenem Humor durch die Anlage. Nach dem Ende der Besichtigung fuhren wir noch die restliche Strecke der nur 2,9 km langen Trambahn bis zur gegenwärtigen Endhaltestelle Salztor. Irgendwann soll dann der Ring bis zum Bahnhof wieder geschlossen werden. Wir nahmen die andere Richtung und fuhren mit dem Triebwagen nochmals die ganze Strecke bis zurück zum Bahnhof. Über Halle, wo wir ungeplant noch gerade einen IC2 erreichten, gings zurück nach Dresden, wo wir uns langsam ans Zusammenpacken machten. Dann erneut ein kleiner Stadtrundgang mit Restaurantsuche, wobei uns das unerklärlich hohe Polizeiaufgebot auffiel. Schliesslich genossen wir im Garten einer Beiz noch eine sächsische Pizza.

Tinus Erlebnisse

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