Dienstag, 15.10.2019

Einen Monat nach dem letzten Reisli gibts zum Abschluss des Jahres noch einen kleinen Ausflug Richtung Osten. In mehreren Tagesetappen mit speziellen Programmpunkten gehts bis Wien, von dort dann mit dem Nachtzug zurück nach Schweiz.
Mal nicht zu nachtschlafender Zeit, sondern erst gegen neun Uhr gings heute zuhause los, erst mit der S1 nach Bern, dann mit einem IC nach Zürich, wo ich einen RailJet der ÖBB nach Budapest bestieg. Erstes Ziel war Innsbruck. Gemütliche Fahrt über den Arlberg, wobei auffiel, dass die Wälder östlich des Passes bereits viel herbstfarbiger daherkommen, als auf der Westseite oder in der Schweiz. Ich liess mir einen feinen Kürbisrisotto mit Schinken an den Platz servieren, ob das mitgereichte komplette Schinkensandwich wirklich auch dazu gehörte, entzieht sich meiner Kenntnis, jedenfalls hat es der Kellner nicht verrechnet und auch sonst hat sich kein Mitreisender beschwert, welcher sein bestelltes Sandwich nicht bekommen hätte. In Innsbruck war es mit Föhneinfluss noch viel sonniger und wärmer, aber auch windiger als im Westen. Ich deponierte kurz mein Gepäck in meinem Zimmer im Hotel Ibis, gleich am Hauptbahnhof. Geplant war für heute Nachmittag, das Tramnetz Innsbrucks abzufahren, doch wegen des ungünstigen Wetterberichts machte ich erst mal den für morgen geplanten Ausflug ins Stubaital, auch eine Tramlinie, aber etwas speziell. Sie steigt nämlich aus der Stadt hoch und windet sich in vielen Kurven über 18 km nach Fulpmes im Stubaital. Luftline wäre sie wohl etwa halb so lang. Es geht durch bunte Herbstwälder, oft mit Blick auf den Hausberg Innsbrucks Bergisel und die auf der gegenüber liegenden Talseite stehende Europabrücke der Brennerautobahn.
Die Wendezeit des Zuges (Stundentakt) erlaubte sogar einen kurzen Spaziergang durchs Dorf Fulpmes, welches zielmich ausgestorben wirkte, denn letztes Wochenende war offiziell bereits Ende der Sommer-Herbstsaison. Das zeigte sich auch in einem Telefonat eines Mitreisenden auf der Rückfahrt, welcher mit seinem Anrufer darüber diskutierte, „es heute Nacht erstmals schneien zu lassen“. Hey hallo! Draussen ist es noch über 20 Grad, und die reden tatsächlich davon, heute Nacht die Schneekanonen in Betrieb zu nehmen!?!
Zurück in Innsbruck fiel mir auf, dass gegenwärtig mindestens drei der fünf städtischen Tramlinien mit Bussen gefahren werden (Tramlinien haben Nummern, Buslinien haben Buchstaben; es fuhren aber viele Busse mit Nummern herum, was eigentlich nicht sein sollte…). Schon deshalb war mein Entscheid, ins Stubaital zu fahren, der Richtige. Auf der Linie 2 mit ihren beiden Aussenästen fuhren immerhin Tramwagen, bis zum Eindunkeln reichte es mir gerade noch, die Westäste nach Technik West/Peerhofsiedlung auf der Höhe des Flughafens zu befahren. Der (dürftige) Rest folgt dann morgen Vormittag.
Zurück in der Innenstadt kehrte ich dann noch in der Pizzeria Palermo ein, bleib für heute damit beim Italienischen. Der Grüne Salat war erfreulicherweise nicht mit ungrünem Beigemüse verunstaltet und auch die kleine Pizza Capricciosa wurde ihrem Namen sehr gerecht und war gar nicht so klein und sehr lecker (für € 6.90 bei ähnlicher Grösse etwa doppelt soviel Capricciosa drauf wie auf unserer samstäglichen Büropizzalieferung für Fr. 15.–/Normalpreis 18.–!)

P.S.: Bilder gibts auch für diese Reise erst mal hier: https://www.polarsteps.com/JurgHolzer

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