Mittwoch, 17.01.2018

Heute dachte ich sogar daran, beim Frühstücksbuffet vorbeizuschauen, das eigentlich im Zimmerpreis inbegriffen wäre (gestern wäre ich eh zu spät gekommen, wenn ich es gemerkt hätte). Im Melbourne Park hatte es spürbar weniger Tennisfans als gestern, man kam überall gut durch, war kein Hindernis, wenn man mal irgendwo stehen blieb, um etwas anzuschauen, auch die Warteschlangen waren kürzer, wo es sie denn gab. Ich besuchte zuerst Court 10, wo Viktorija Golubic zusammen mit der Serbin Nina Stojanovic im Doppel im Einsatz war und locker gewann. Es sollte das einzige positive Schweizer Ergenis des Tages bleiben. Ich wechselte dann in die Hisense Arena, um doch mal zu schauen, ob man den Bencic-Match nicht doch live verfolgen könnte, und man konnte! Die ganze obere Hälfte der Arena war Free Seating, Sitzplätze zwar hoch über dem Platz, aber immerhin war man dabei. Leider hatte ich nun natürlich keine Schweizer Fan-Utensilien dabei, denn ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich da reinkomme. Nun bin ich also schuld, dass Belinda dann schliesslich verloren hat 🙁 . Gegen die unbekannte Thailänderin Kumkhum schien sie streckenweise ziemlich ratlos, von der Spielfreude, die man ihr gestern im Training noch ansah, war nichts mehr erkennbar, der erste Satz ging sang- und klanglos verloren. Anfags zweiter Satz hatte man das Gefühl, dass sie nun die Spur gefunden hat und das Ding noch drehen könnte, doch leider gelang ihr dies nicht und sie verlor schliesslich auch diesen.
Dann war es Zeit, in die Rod Laver Arena auf meinen reservierten Platz zu wechseln. Caroline Wozniacki erging es fast wie Bencic, sie hatte im zweiten Satz bei 1:5 einen Matchball gegen sich, konnte am Schluss aber noch gewinnen. Dann kam Rafa! Nadal ist nun auch nach Verletzungspause zurück und kämpfte gegen Leonardo Mayer aus Argentinien, ein fast ebenbürtiger Kontrahend. Auch wenn Nadal in drei Sätzen gewann, ist er etwa ähnlich in Form wie Federer, an sich sehr stark, aber noch nicht ganz fehlerfrei.
In Erwartung eines Schlagerspiels hatte ich mir für die Nightsession ein recht teures Ticket in der elften Reihe spendiert, doch das Programm meinte es anders:  zuerst Dimitrov (BUL), immerhin Nr. 3 des Turniers gegen den unbekannten Amerikaner McDonald, anschliesssend noch Gavrilova gegen Mertens, eine Begegnung, die ich schon in Perth zu sehen bekam, damals gewann Mertens. Der Match der Herren wurde dann doch recht abwechslungsreich, zog sich aber wegen verspätetem Beginn sehr in die Länge, so dass ich mich mitten im fünften Satz (ohne Tiebreak, deshalb Ende nicht absehbar) langsam zurückzog, um noch das letzte Tram bis zum Hotel zu erwischen. Dimitrov gewann den letzten Satz schliesslich mit 8:6 und damit auch den Match. Aufs Damenspiel konnte ich verzichten, ich schaute es dann noch am Fernsehen im Hotel fertig während ich meine Sachen zusammenpackte, ging bis morgens um 1:50!

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