Mittwoch, 29. Mai 2019

Wir hatten noch was nachzuholen vom zweiten Tag, so änderten wir heute kurzerhand die Hinreise nach Zittau und fuhren statt direkt nochmals nach Bad Schandau, die Elbstrecke ist ja immer wieder spektakulär. Weiter gings im sofortigen Anschluss mit der Nationalparkbahn U28, einem DB-Zug mit CD-Personal nach Sebnitz und über die Grenze nach Rumburk in Tschechien. Der Zugbegleiter konnte uns sogar ein FIP-Anschlussbillett für die CD verkaufen, denn wir hatten natürlich keine Freikarte dabei, weil wir diese Schlaufe nicht geplant hatten. Unterwegs mussten wir in Mikulášovice dolní nádraží noch den Zug wechseln, da man hier wegen einer grösseren Baustelle nicht kreuzen konnte, also fuhren beide Züge an das eine verbleibende Perron und die Fahrgäste kreuzten sich auf ein paar Metern Fussweg. Keine Verspätung, alles durchgeplant. Ab Rumburk fuhren wir dann mit einem Triebwagenzug der CD noch weitere zehn Minuten in die Tschechische Republik hinein bis nach Rybniště, wo ein Anschlusszug von Trilex nach Zittau auf uns wartete. Wir lösten beim chinesischen Zugbegleiter gleich eine Tageskarte, da wir heute noch mehr mit dieser Privatbahn zu fahren gedenkten. Nach wenigen Kilometern und zurück über die Grenze erreichten wir Zittau, das im Dreiländereck D-PL-CZ liegt. Zum Zmittag gabs eine feine Suppe namens Soljanka in der Bahnhofsgaststätte, eher ein Bistro. Nun besuchten wir die  Zittauer Schmalspurbahnen mit einer Hauptstrecke nach dem Kurort Oybin und einer Zweigstrecke nach dem Kurort Jonsdorf. Der Fahrplan ist so ausgeklügelt, dass man beide Zweige mit zwei verschiedenen Zügen befahren kann, dabei gibt’s im Abzweigbahnhof Bertsdorf etwa alle zwei Stunden eine attraktive Parallelausfahrt der beiden Dampfzüge. Wir reisten zuerst nach Oybin, wo ein kleines Museum der Zitauer Bahnen geöffnet hatte. Von dort wieder über Bertsdorf nach Jonsdorf benützten wir dann einen Zug mit prächtig restaurierten alten Wagen. Von Jonsdorf gings dann mit Umsteigen in Bertsdorf wieder zurück nach Zittau. Wir stärkten uns nochmals kurz beim schon bekannten Bahnhofbistro mit einer Bratwurst. Zum Glück, denn eigentlich sollte es einfach noch mit einem Trilex-Zug „heim“ nach Dresden gehen, und wir rühmten schon unser ausgeklügeltes Programm. In Bischofswerda war dann jedoch Ende der Fahrt wegen eines Personenunfalls auf der Strecke, ohne grosse Vorankündigung wurden wir auf den Bahnhofplatz hinaus komplimentiert, wo Ersatzbusse fahren sollten. Es kam aber keiner und die Information war ziemlich mies, unverständlich und unterschiedlich. Etwa 40 Minuten später, ein grosser Teil der Leute hatte sich schon irgendwie selber organisiert, kam dann endlich ein einziger Bus, der uns 18.54–19.12 etwa 15 km zum nächsten Bahnhof Arnsfeld brachte. Dort standen zwar zwei Züge des Anbieters Trilex, doch niemand konnte sagen, ob und welcher Zug nun nach Dresden fahren würde. Arg dran waren auch die Reisenden der Gegenrichtung, von denen etwa vier-fünfhundert auf den einen Bus wollten. Es dauerte fünfzig weitere Minuten, bis sich was tat was und sich endlich ein Zug Richtung Dresden bewegte. Wir hätten bei uns schon längst die Umläufe angepasst und auf dem befahrbaren Streckenteil (von immerhin etwa 30 km) den Fahrplan zumindest aufrecht erhalten, dies hier war also gar keine grandiose Leistung! Die Verspätung erhöhte sich noch, weil wir vor dem Endbahnhof lange vor Signal standen (O-Ton Lokführer: „der Fahrdienstleiter will nicht mit mir sprechen“). Um 20.33 statt 18.58 kamen wir endlich im Dresdner Hauptbahnhof an, ziemlich geschafft. Wir hatten aber noch Hunger und kehrten deshalb in einer Einkaufsstrasse bei einem Italiener zu leckeren Spargel-/Lauch-Nudeln bzw. Spaghetti ein. Nach einem erneut sehr langen Tag waren wir nun ziemlich müde. Ausserdem gehts auch morgen wieder früh raus, volles Programm also.

Tinus Sicht der Dinge

Dienstag, 28. Mai 2019

Das Wetter war heute nicht auf unserer Seite, trotzdem machten wir uns auf den Weg nach Oschatz, von wo wir mit der nächsten Schmalspurbahn nach Mügeln und zurück fahren wollten. Der Saxonia-Express, die Schnellverbindung zwischen Dresden und Leipzig, brachte uns dorthin. Auf der Döllnitzbahn war heute (werktags) eine ehemalige ÖBB-Diesellok im Einsatz, welche aber auch schon als historisch betrachtet werden kann. Am Wochenende feuern sie auch auf dieser Strecke ihre Dampflokomotiven an. Auch wenn der Regen inzwischen aufgehört hatte, waren wir praktisch die einzigen Fahrgäste, unterwegs stiegen nur noch ein paar Schüler auf dem Weg in ihre Mittagspause zu. Die Bahn führt durch eine liebliche Landschaft im tiefsten Sächsischen Hinterland von Oschatz nach Mügeln. Sie ist ein verbliebener Teil eines früher recht umfangreichen Schmalspurnetzes in dieser Gegend bzw. in ganz Sachsen. Das sieht man auch am Bahnhof Mügeln, der in seinen besten Zeiten wohl sehr umfangreiche Gleisanlagen besessen haben muss. Vor dem Depot stand die neueste Errungenschaft der Bahn, ein ebenfalls ehemals österreichischer Dieseltriebwagen aus den 90er Jahren, und als unsere Diesellok nach Ankunft auch Richtung Werkstatt verschwand, befürchteten wir schon, dass wir für die Rückfahrt mit dem Triebwagen Vorlieb nehmen müssten. Nachdem wir uns auf dem Bahnhof ein wenig umgeschaut und die vielen abgestellten Altfahrzeuge begutachtet hatten, kam die Lok aber aus ihrer Mittagspause zurück an den abgestellten Zug. Pünktlich erreichten wir wieder Oschatz, für den Nachmittag hatten wir nun noch eine weitere Bahn vorgesehen. Doch jetzt  war der Saxionia-Express aus Richtung Leipzig verspätet und verlor unterwegs noch einige weitere Minuten wegen belegten Überholgleisen (oder schlampiger Fdl-Arbeit?), so dass wir in Radebeul Ost keine Dampfbahn nach Radeberg mehr vorfanden. Schon wieder musste ein Plan B her. Wir liessen die Lössnitzgrundbahn sein (fotografierten aber noch ein paar rumstehende Fahrzeuge), wärmten uns kurz in einer nahen Cafeteria auf, liefen danach ein paar Meter bis zur Tramstation Forststrasse an der Tarifgrenze, von wo aus unsere vorgängig gelöste Tram-Tageskarte für die Stadtzone gültig war und fuhren mit einem Tram Richtung Innenstadt von Dresden. Im Hotel erholten wir uns ein wenig von den Strapazen der vergangenen Tage und gingen später noch gleich gegenüber ins Ontario Steakhouse zum Znacht. Nichts herausragendes, aber gut gefüttert.

Tinus Tag

Montag, 27. Mai 2019

Wie gesagt ging es heute schon früh los, wir hatten leider fast keine Zeit, den ausgezeichneten Komfort des Hotels FirstInn zu geniessen, sogar das Morgenessen entfiel, weil wir so früh los mussten. Zuerst gings mit dem TramTrain zurück an den Hauptbahnhof, wo wir uns gleich um ein weiteres Ticket der MRB kümmerten, vor 9 Uhr gabs leider keine Sonderpreise, so dass dies wohl unser teuerstes Billett der Reise wurde. Wir fuhren über Chemnitz bis Tharandt (Betonung auf dem ersten A, wie ich schmerzhaft lernen musste). Ab da gings mit der Freikarte und der Dresdner S-Bahn ein paar wenige Stationen bis Freital-Hainsberg, wo die erste Dampfbahn unserer Exkursion auf uns wartete. Mit der Weisseritztalbahn (oder Weißeritztalbahn, wie die einheimischen Sachsen sagen würden) fuhren wir von Freital bis zum Kurort Kipsdorf. Durch dichte Wälder, zieht sich die Strecke entlang des Flüsschens hinauf, später geht es noch einem lauschigen Stausee entlang, bevor Kipsdorf erreicht wird. Dort wurde der Zug von der Dampflok der BR 99 umfahren. Wir blieben gleich sitzen, hatten mit unserem mitgeführten Gepäck ein «Traglastenabteil» belegt, und fuhren mit dem Zug wieder zurück nach Freital. Hier schauten wir noch ein wenig dem Treiben im Dampfbahnhof zu und fuhren dann mit der S-Bahn nach Dresden, wo wir unser Gepäck in einem Schliessfach deponierten, denn es ging gleich weiter nach Bad Schandau im Elbsandsteingebirge, diesmal mit einer anderen S-Bahn-Linie. Die Strecke entlang der Elbe Richtung Tschechien ist spektakulär. In Bad Schandau konnten wir gleich am Bahnhof auf eine Fähre umsteigen, welche uns in wenigen Minuten schräg über die Elbe zum Stadtzentrum brachte. Kleiner Fussmarsch noch durch den Ort, bis wir am Kurpark die Endhaltestelle der Kirnitzschtalbahn erreichten, für einmal kein Dampfzug, sondern ältere Tramwagen, welche aber gut in Schuss sind. Der Strasse entlang gings ins Tal hinein bis zum Lichtenhainer Wasserfall, wo der Triebwagen seine beiden Beiwagen für die Rückfahrt umfahren musste. Neben der Ausflugsgaststätte befand sich besagter Wasserfall, welcher aber nur alle halbe Stunden mit einem Schieber, der gehoben wird, zum Laufen gebracht wird. Lustige Szenerie mit dramatischer Musik. Wir gönnten uns im Gasthof ein Eis, machten noch ein paar Tramfotos und fuhren dann wieder zurück nach Bad Schandau, erreichten dort knapp die nächste Fähre zum Bahnhof. Da wir schon etwas Rückstand auf den ursprünglichen Zeitplan hatten, verzichteten wir auf die geplante letzte Schlaufe via Sebnitz-Pirna und fuhren mit der nächsten S-Bahn direkt zurück nach Dresden, holten das Gepäck und fuhren mit dem Tram an den Rand der Innenstadt. Nach einem kleinen Spaziergang der Elbe entlang erreichten wir den Platz vor der Frauenkirche, wo Tinu uns im Hilton vier Nächte im gebucht hatte. Wir richteten uns kurz im Zimmer ein und gingen dann noch ins Dresden 1900 Nachtessen. Hier stand im Gastbereich ein veritables, altes, renoviertes Trämmli. Gut genährt fielen wir danach nach einem langen und interessanten Tag in die Federn.

Tinus heutige Erlebnisse

Sonntag, 26. Mai 2019

Lange ist es her, seit meinem letzten Reisebericht, doch keine Angst, man hat nichts
verpasst, ich war ein Jahr lang einfach nicht gross unterwegs.

Im Regionalzug nach Sachsen

Doch jetzt ist wieder Auffahrtszeit und damit Zeit für unsere traditionelle Auffahrtsreise, die uns diesmal nach Mittelostdeutschland führt, vorwiegend in die sächsische Region. Erstes Etappenziel war Zwickau. Als Anfahrtsweg hatten wir vor, zumindest ab Deutscher Grenze vorwiegend mit dem Regionalverkehr voranzukommen, was auch beinahe gelang:
Bern – Zürich – Romanshorn – (Fähre) – Friedrichshafen – Lindau – Augsburg – Ingolstadt – Nürnberg – Marktredwitz – Hof – Zwickau

Zuhause starteten wir allerdings noch mit einem InterCity von Bern nach Romanshorn, der wegen Bauarbeiten in Zürich gebrochen wurde. Nach dem Feinschliff bzw. Vergleich der Varianten hatten wir vorgängig entschieden, eine halbe Stunde später als ursprünglich geplant in Bern abzufahren, was sicher auch Tinu zugute kam, der am Abend vorher noch mit YB den Meistertitel feierte.
Los gings um halb Sieben in Bern, der baubedingte Zwischenstopp in Zürich reichte gerade für einen ersten Kaffe, bevors Richtung Romanshorn weiterging. In Frauenfeld bremste der Lokführer nach einer Langsamfahrstelle vor dem Bahnhof nicht etwa zum Anhalten ab, sondern liess es weiterrollen, bis er Ende Bahnhof wohl seinen Lapsus bemerkte. Es folgte die Durchsage, dass man leider den Halt verpasst habe und nun rückwärts ans Perron fahren würde. Meine kleine Überschlagsrechung gefüttert mit Erfahrungspotential sagte mir sofort, dass wir so die Fähre in Romanshorn sicher verpassen würden, wenn dieses Szenario wirklich durchgespielt würde. Unsere ganztägig geplante Anreise nach Sachsen war also gefährdet, kaum hatte sie begonnen. Wir suchten schon erste Alternativlösungen (Abkürzungen), um doch noch Zwickau zu erreichen, als dann die (für uns rettende) Durchsage kam, dass man nun dennoch weiterfahren und die Reisenden nach Frauenfeld beim nächsten Halt in Weinfelden dem Gegenzug übergeben würde. BZ Ost hatte wohl ein Machtwort gesprochen…
So gings rund fünf Minuten verspätet weiter, in Romanshorn erreichten wir gerade noch ohne zu Hetzen unsere Fähre nach Friedrichshafen und gönnten uns auf den kleinen Schreck hin erstmal einen weiteren Kaffee im Schiffsrestaurant. Nach bewölkter Anfahrt rissen dann über dem See noch die Wolken auf, so dass wir Friedrichshafen bei Sonne erreichten. Wir suchten und fanden dann alsbald hinter dem Hafenbahnhof unseren Zug zum Stadtbahnhof, wo wir nach zwei Minuten Fahrzeit schon wieder umzusteigen hatten. Unser Anschlusszug wurde zu meiner Freude von einer Diesellok BR 218 geführt, einer langsam aussterbenden Lokgattung.


In Lindau hatten wir etwas Zeit und erkundeten den bald verschwindenden Bahnhof fotografierend. Meine Hoffnung, dass auch der RE nach Augsburg mit einer 218 geführt würde, erfüllte sich leider nicht, wir mussten mit einem Neigezug vorlieb nehmen. Dieser kurvte mit uns nun durchs kurvenreiche Allgäu, jedoch nicht über die Hauptstrecke via Memmingen, die wegen Bauarbeiten gesperrt ist, sondern via Kempten-Buchloe und weiter nach Augsburg. Dort stiegen wir erstmals auf einen Privatbahnzug um, wo unsere DB-Freikarte nicht gültig ist, (Bayerische Regiobahn/BRB) dafür gabs Fahrkarten am Automat im Zug, welcher sehr, sehr gut gefüllt war. Nach einer etwas beengten Dreiviertelstunde Fahrt und einer angekündigten Langsamfahrstelle von Vmax 10 km/h über einen Kilometer gabs für uns in Ingolstadt wieder frische Luft und wenig aber genügend Zeit zum Umsteigen. Ein kurzes Stück war nun Fernverkehr angesagt…
Da der ICE nach Nürnberg schon am Perron stand, als wir die Treppe hochkamen, achteten wir uns nicht gross und stiegen einfach mal ein, erst beim Verlassen des Zuges in Nürnberg bemerkten Tinu und ich, dass wir wohl gerade unsere ICE4-Premiere erlebt hatten.

Bevors weiter geht, ein kurzer Exkurs: Nachdem in Deutschland immer mehr regionale Linien von der DB an private Betrieber übergegangen sind, wird es für uns immer mühsamer, mit unserem DB-Freifahrschein im Regionalverkehr vorwärts zu kommen, weil der in den Privatbahnzügen natürlich nicht gilt, obschon meist DB-Gleise befahren werden. Die Planung unserer Reise wurde diesbezüglich richtige Ermittlungsarbeit, die wichtigsten Fragen, die man sich pro Strecke stellen musste: Fährt DB? Wenn nein, welches EVU? Wo kriege ich mein Billett und zu welchem Tarif? Eine Bahn, die BRB hatten wir schon, gleich folgen die nächsten, MRB und Vogtlandbahn, aber lest selbst….

Von Nürnberg gings wieder mit Dieselneigezug weiter über die Fränkische Alb und Marktredwitz nach Hof und von dort mit modernen Elektrotriebwagen der Mitteldeutschen Regiobahn bis zu unserem Ziel Zwickau. Hier sollte man das Ticket laut Anschlag beim Begleiter erhalten können. Die Zugbegleiterin kam aber erst etwa nach einer halben Stunde Fahrt, kurz vor dem ersten Halt in Plauen. Sie meinte, so wie wir sitzen müsste sie uns einen Zuschlag von 60 € verlangen, wir hätten uns aktiv bei Fahrtbeginn bei ihr melden müssen (hätten wir sie denn zuvorderst am Zug ausserhalb des Perrons gefunden…). Was das mit unserer Art zu sitzen zu tun hat, ist mir bis heute schleierhaft. Schliesslich wechselte sie doch in den Gutmensch-Modus und verkaufte uns sogar noch einen Spezialtarif sowie auch gleich noch das Billett für den Anschlusszug. Denn den allerletzten Abschnitt vom Zwickauer Hauptbahnhof zur Endhaltestelle Zentrum fuhren wir mit einem kleinen Dieseltriebwagen der Vogtlandbahn auf kombinierten Tram/Zuggleisen bis mitten ins Städtchen. Von der Haltestelle waren es dann nur noch wenige Schritte zum Hotel First Inn, wo wir zur vorgesehenen Zeit einchecken konnten. Nach einem kurzen Stadtbummel gabs ein deftiges Znacht im Brauhaus, bevor wir müde in die Federn fielen. Morgen gehts eben auch schon früh weiter…

Tinus Start of mission

Freitag, 11.05.2018

Kaum ist Auffahrt durch, ist die Reise auch schon zu Ende

Nach vielen Tagen freiwilligem Frühaufstehen (mehr oder weniger…) holte mich der Wecker heute wieder in die Realität zurück. 6:10 aufstehen, duschen, damit ich das für 6:40 bestellte Frühstück nicht verpasse. Hier fehlte allerdings meine ebenfalls vorbestellte Omelette mit Schinken, doch das Buffet war so reichhaltig, dass ich das locker kompensieren konnte. Die Bedienung heute früh war offenbar auch recht neu… Danach fertig packen und bereit machen für den Airport-Shuttle um 7:30. Da ich der einzige Passagier war, konnten wir schon fünf Minuten eher losfahren und um 7:30 stand ich bereits am Airport vor dem Baggage-Drop. Danach hatte ich noch etwas Zeit, den neuen Terminal des Franjo Tudman-Airport näher zu begutachten. Architektonisch sicher beeindruckend, doch von der riesigen Halle werden bisher nur etwa ein Drittel genutzt, die Seitenflügel links und rechts sind leer. Erwartet man da etwa noch weiteren Verkehr? Bis zum Gate ging dann alles flott, dort stand aber eine grössere Maschine als erwartet am Dock. Zum Einsteigen benutzten wir nun zwar dieses Dock, doch wir wurden ganz hinunter zu einem Bus geleitet, der uns dann zum erwarteten Propellerflieger brachte. Vor dem Start mussten wir am Pistenrand noch den Tiefflug einer wohl historischen Militärmaschine abwarten, dann ging es bei leicht wolkigem aber gutem Flugwetter Richtung Zürich, wo wir pünktlich landeten und natürlich wieder per Bus zum Terminal gebracht wurden. Bald hatte ich einen Anschlusszug und kurz nach 13 Uhr erreichte die Heimat bei sonnigem Frühlingswetter.

Freitagmittag, am Tag nach Auffahrt, ist also meine Auffahrtsreise schon zu Ende. Trotzdem hat sie fast zwölf Tage gedauert, halt mit langem Vorlauf.

Tinu wünsche ich gute Weiterreise Richtung Norden!!

Tinus Tagesbericht

Aktuellster Bericht von Tinus Reise

Donnerstag, 10.05.2018

Bahnersatz auf Kroatisch und Überraschung am Ziel

Wie uns der Campwächter gestern vorausgesagt hatte, schlief man hier heute länger, wegen der guten Luft. Wir hatten allerdings einfach Zeit und liessen es Morgen werden, nachdem der eine oder andere nachts halt auch mal den feuchten Weg durchs taufrische Gras zum WC auf sich genommen hatte. Für mich stand Zusammenpacken auf dem Programm, und natürlich machten wir den Camper bereit für die Weiterreise. Ein letztes Mal für mich genossen wir das Morgenessen draussen in der wärmenden Sonne. Gegen Mittag gings los, erst mal zum nahen Bahnhof Vrhovine. Hier sollte um 12:22 mein Zug nach Zagreb fahren. Der Bahnhofvorstand war auch schon im Einsatz für den einen Zug, doch beschied er uns, dass heute eben gar keiner fahren würde, dafür komme ein Ersatzbus, wir sollten hinter dem Bahnhof warten. Nach einigem Warten kam tatsächlich ein Bus daher, ich verabschiedete mich von Tinu, der mit dem Camper weiter nach Bosnien fährt (gute Reise!!!), und bestieg den Bus, der fast genau um 12:45 losfuhr. Meine HZ-Freikarte war hier natürlich auch gültig und nach einigem «Nuschen» konnte auch das Gepäck verstaut werden. Über einen weiten Umweg  wurde nun das Hügelmassiv zwischen Vrhovine und dem nächsten Haltebahnhof Plaski umfahren. Dazwischen gabs noch eine Viertelstunde Rauchpause fürs zahlreich mitfahrende Personal. Irgendwo sah man einen Gleisumbauzug auf offener Strecke, was wohl der Grund des Zugsausfalls war. Schade, die Strecke wäre landschaftlich sehr interessant gewesen. Weiter gings nach Karlovac und schliesslich Zagreb, wo wir kurz nach 16:30 eintrafen (statt 14:45 mit dem Zug). Mein Hotel hatte ich draussen am Flughafen gebucht, damit ich am Morgen nicht mehr weit habe. Der Plan war, rasch das Gepäck dorthin zu bringen, einzuchecken und dann wieder in die Stadt zu fahren. Mit der verspäteten Ankunft und im dichten Feierabendverkehr wurde das nun schwierig. Der Airport-Bus war zwar rasch erreicht, trotz längerem Fussweg von Bahnhof zum zentralen Bushof bei hier 31°. Doch dieser hielt dann nicht in der Nähe des Hotels, vis-à-vis des vermeintlichen Flughafenterminals, sondern fuhr noch etwa drei Kilometer weiter zu einem sehr neu aussehenden Terminal mitten auf dem Felde. Zurück zum Hotel gings halt jetzt per Taxi, wobei der Fahrer noch Umwege fuhr, teilweise berechtigt, teilweise nicht, was aber doch ziemlich in die Kuna (Kroatische Währung) ging. Im Hotel Pleso angekommen gabs dafür einen Willkommensdrink nach Wahl, das Zimmer ist ausreichend für die eine Nacht und man hat sich an der Reception sehr Mühe gegeben. Für den Morgen reservierte ich mir gleich den Airport-Shuttle des Hotels, um weitere unnötige Taxikosten zu vermeiden. Nun gab es mehrere, allerdings mühsame Möglichkeiten, um per Bus zurück in die Stadt zu gelangen, doch ging ich aufgrund eines fehlerhaften Plans, den ich an der Reception unter Glas kurz begutachten konnte, erst mal an die falsche Bushaltestelle auf einen Bus warten, der dort gar nicht kam. An den Haltestellen in der Peripherie hängen keine Fahrpläne oder weitere Infos aus, an denen man sich orientieren könnte, sie sind einfach mit einem Bus-Schild gekennzeichnet und fertig. Sehr schlecht für unkundige Auswärtige. Als dann kein Bus kam, brauchte ich doch etwas Zeit und musste diverse Apps bemühen, um per Handy die Situation zu analysieren. Schliesslich kam ich zum Schluss, dass es wenig Sinn machte, jetzt noch – es war inzwischen schon gegen 20 Uhr – in die Innenstadt zu fahren, denn damit wären in beiden Richtungen halbstündige Fussmärsche zur/von der nächsten Bushaltestelle nötig gewesen. Also ging ich zurück ins Hotel, dabei wurde mir auch die lokale Problematik hier bewusst. Der Ortsteil Pleso des Städtchens Velika Gorica, in welchem meines und noch zwei oder drei andere Hotels in einer ruhigen Wohngegend stehen, ist durch einen Zaun vom Flughafengelände und der Zufahrtsstrasse abgetrennt. Für Fussgänger gibt es durchaus Schlupflöcher in Form von Toren, für Autos jedoch nicht, deshalb der Umweg des Taxis. Man hätte aber auch einfach etwa vier Minuten zurückfahren und mich an so einem offenen Gatter abladen können, dann hätte ich nur noch etwa 50 m zu Fuss gehen müssen, aber das widerspricht wahrscheinlich dem Stolz eines Taxifahrers… Gegenüber des Quartiers hier steht der alte Terminal des Flughafens Zagreb, jetzt ausser Betrieb und anderweitig genutzt (in Google Maps allerdings so nicht ersichtlich, deshalb mein Planungsfehler), die Hotels hier haben wohl bisher von der Nähe zum Flughafen profitiert, bis der neue Terminal weit entfernt in Betrieb ging, und versuchen sich nun, mit Billigangeboten (wie meines) über Wasser zu halten, denn viel läuft hier irgendwie wirklich nicht. Zum Glück hatte ich noch einige Fressalien mitgenommen, die damit mein Znacht für heute ergaben. So war das heute halt der Fastentag, nach den kulinarischen Höhenflügen der letzten Tage eh mal nötig. Und Stadtbesichtigung Zagreb hebe ich mir für später mal auf und werde mir dazu genügend Zeit nehmen!

Tinus Tagesbericht

Mittwoch, 09.05.2018

Nationalpark Plitvicka Jezera (Plitvicer Seen)

Sonniger Frühlingsmorgen heute auf dem weitläufigen Campingplatz Korana. Wir wollten früh aufstehen, um den Volksmassen im nahen Nationalpark der Plitvicer Seen zuvorzukommen. Früh heisst für uns so nach sieben Uhr, und bis wir abfahrbereit waren, war es halt gegen Neun. Oben am ersten Parkeingang fanden wir aber noch locker einen Parkplatz, viele Leute hatte es trotzdem schon, die meisten kamen gruppenweise mit Bussen an. Entsprechend gruppenweise und dicht waren dann auch die Staus auf dem Weg zu den ersten Wasserfällen. Je weiter man sich jedoch von den Trampelpfaden entfernte, um so grössere Bewegungsfreiheit hatte man wieder. Nach einer kleinen Bootsfahrt im Elektroboot entfernten wir uns über einen einsamen Pfad oberhalb der Seen definitiv von den vielen Parkgängern und genossen den Gang durch den Buchenwald, hellgrün dank den frühlingsfrischen Blättern. Einige wenige Lookouts boten Blick von oben auf die verschiedenen Gewässer.

Zuhinterst angelangt, spendierten wir uns erst mal eine Glace. Für den Rückweg nahmen wir dann ein Zügli auf Pneus, das uns auf der anderen Seite der Seen und Wasserfälle wieder zurück in die Nähe des Parkeingangs 1 brachte. Da uns nach dieser langen Wanderung der Hunger plagte, gabs hier für uns noch einen Hamburger lokaler Art. Mit dem Camper fuhren wir weiter, einen Teil des Weges zurück, den wir gestern hergekommen waren, dann dem Rand des Nationalparks entlang nochmals bis fast 900 m Seehöhe. In Vrhovine sollte ich morgen Mittag den Zug nach Zagreb besteigen. Wir machten schon mal Zwischenhalt und schauten uns den verwaisten Bahnhof etwas näher an. Signale hat er, ein Zug kann hier also durchaus halten. In der Nähe sollte unser Camperplatz für heute sein, doch mussten wir noch eine kleine Zusatzschlaufe fahren, bis wir ihn fanden. Auch hier hat es viel Platz, es stehen nur vier Camper auf dem Areal, doch es ist ein ruhiger und angenehmer Camp und der Besitzer spendete uns nach dem Anmelden und Einrichten sogar zwei Gläser Slivoviz zum Apéro. Gleichzeitig machte ich mal grosse Auslegeordnung, so dass ich morgen für die Reise effizient packen kann. Gastronomie hat es auf diesem Platz keine, so dass Tinu nochmals die Küche eröffnete und uns feine Ravioli auf den Tisch zauberte, während ich den Reibkäse dazu beitrug. Auch Dessert gabs noch und Kaffee aus Tinus erstmals verwendeter Kaffeemaschine, wir sassen also nicht auf dem Trockenen.

Tinus Tagesbericht

Dienstag, 08.05.2018

Zbogom mora (adieu Meer)

Schönes Wetter weckte uns heute Morgen, und nachdem der Camper fahrbereit war, starteten wir noch einmal Richtung Meer, besuchten hier die historischen Städtchen Biograd und Zadar, wovon zumindest ersteres uns nicht so gefallen wollte. Zadar hingegen hatte paar markante altrömische Bauten und Ruinen, aber leider auch moderne Häuser im historischen Stadtkern. Dafür genossen wir den Spaziergang entlang der Hafenpromenade, mit von Wellen beschallten Orgelpfeifen und einem in den Boden eingelassenen Planetenweg. Später gönnten wir uns in der Innenstadt eine Calzone-Pizza, während Tinu leider nicht zu seinem erhofften Bartschnitt kam. So verliessen wir Zadar und damit das Meer vorläufig, fuhren auf der Autobahn mit spektakulärer Streckenführung Richtung Berge und Kroatisches Hinterland, in eine Bergwelt, die stark an Colorado erinnert und in welcher auch schon Winnetou-Filme gedreht worden sind. Zeitweise waren wir auf über 770 Meter über Meer. Ziel war der Nationalpark Plitwitzer Seen, hart an der Grenze zu Bosninen-H., den wir morgen besuchen werden. Ganz in der Nähe in Korana fanden wir einen weitläufigen Camperplatz, auf dem es auch noch eine Ecke für uns gab. Anschliessend im Restaurant hielt ich fürs Znacht meinen angesagten Fischtag ein. Auch wenn wir hier nun auf «nur» ca. 400 Metern höhe sind, ist es viel kühler als unten am Ozean. So zügelten wir später für den Kaffee von der Restaurantterrasse in die nahe beheizte Café-Bar. Hier konkretisierte ich dann meine Rückreise mit ersten Online-Buchungen. Donnerstagmittag fahre ich mit dem Zug nach Zagreb, übernachte dort und fliege am Freitagmittag zurück nach Zürich. Andere Rückreisemöglichkeiten an diesem (Auffahrts-)Wochenende wären viel zu umständlich oder zu teuer gewesen.

Tinus Tagesbericht

Montag, 07.05.2018

Städtchen auf Inseln und viele Wasserfälle

Bei weiterhin bestem Wetter starteten wir heute, nachdem wir leider nicht wie erwartet im Restaurant des Campingparks ein ausgiebiges Zmorge erhalten hatten, sondern nur Kaffee. Erst gings zum Tanken, dann um die Stadt herum und der Küste entlang Richtung Westen. Erstes Ziel war das Städtchen Trogir, das auf einer kleinen Insel zwischen Festland und einer anderen Insel liegt, zu welcher es mit einer Brücke verbunden ist. Die engen verwinkelten Altstadtgassen wirkten sehr lauschig, waren wieder mal durch viele Touristengruppen bevölkert. Wir liefen deshalb aussen herum, um dennoch ein paar Bilder zu machen. Weiter gings nach Primosten, ein weiteres Städtchen auf einer Halbinsel. Hier gefiel es uns besser, es war auch weniger voll und wir fanden die Zeit für ein Cevapchichi zum Zmittag. Dann verliessen wir die Istrische Küste Richtung Landesinneres und wandten uns dem Nationalpark Krka zu, wo wir noch eine wundervolle Wasserfall-Landschaft besuchen wollten. Den richtigen Eingang dazu mussten wir aber zuerst finden und fuhren prompt an den falschen Ort. Von Skradin aus konnte man die Hauptattraktion des Parks, eine lange Wasserfalltreppe, nur per Boot erreichen, wir wollten aber die Sache zu Fuss erkunden. Also mussten wir zum anderen Parkeingang in Lozovac wechseln. Dort musste man auf einen Bus umsteigen, dessen Fahrplan schleierhaft ist, jedenfalls warteten wir über eine Viertelstunde, bis es losging. Wir wurden dann etwa vier Kilometer in einen veritablen Canyon des Flusses Krka hinuntergefahren. An der Endstation startete der etwa zwei Kilometer lange, sorgfältig angelegte Rundweg über das weit verzweigte Wasserfallgebiet, in welchem auch viel Fauna und Flora beobachtet werden konnte. Wir übten uns an Wasserfallfotos in allen Belichtungswarianten. Ungefähr am Wendepunkt kam dann noch ein kurzes Gewitter, doch unter den vielen Bäumen wurde man trotz Starkregen nicht mal heftig nass. Was wir auf der einen Seite hinuntergelaufen waren, mussten wir natürlich auf der anderfen Seite wieder hoch, die vielen spektakulären Aussichtspunkte erleichterten den Aufstieg enorm. Nach dem interessanten Rundgang durften wir dann wieder längere Zeit auf den Bus zurück zum Parkeingang warten. Wir wählten dann gleich das Camp Marina in der Nähe für unseren nächsten Übernachtungsplatz. Netter, sauberer Platz mit einem kleinen Beizli am Pool, wo wir eine feine Fleischplatte zum Znacht genossen.

Tinus Tagesbericht

Sonntag, 06.05.2018

Splitten in Split

Endlich war wieder sonnig, all die nassen Sachen von gestern Abend waren recht schnell getrocknet. Beim Aufräumen gabs schon eine gewisse Routine, die Handgriffe sassen recht gut und jeder wusste, was zu tun war. Allerdings war beim Gewitter von gestern Abend die Halterung der Markise am Camper beschädigt worden. Das Ausmass des Schadens wurde erst heute bei Tageslicht sichtbar und war etwas schlimmer, als zunächst erwartet. Die Store ist aber noch gut fixiert und somit der Camper betriebssicher bis zu einer eventuellen Reparatur. Bol ist nur über eine Strasse mit vielen Serpentinen erreichbar, die wir nun wieder zurückfuhren und dabei noch letzte Ausblicke auf das Städtchen im Morgenlicht im Bild festhielten. Für den Weg zum nächsten Fähranleger in Supetar wählten wir dann nicht den direkten Weg, sondern die «Panoramastrecke» zu welcher es erst auf der nördlichen Inselseite wieder in weiteren Serpentinen hinunterging. Dann führte die Strasse der Küste entlang in vielen weiteren Kehren an vielen spektakulären Ausblicken aufs Meer vorbei. Auch die Olivenhaine mit ihren vielen Mäuerchen und Steinhäuschen waren das eine oder andere Foto wert. In Supetar reihten wir uns schliesslich in die wartenden Autos für die Fähre nach Split ein. Sie ist viel grösser als diejenige von Makarska und deshalb bestand keine Gefahr, dass wir keinen Platz mehr kriegen könnten. Nach 50 Minuten Überfahrt landeten wir im Hafen von Split, von wo Tinu unseren Camper direkt zur Stadt hinaus zum Campingplatz von Strobec steuerte. Auf dem riesigen aber bestens eingerichteten Camping-Resort stellten wir ihn erst mal mehr oder weniger uneingerichtet hin, denn wenige Minuten später sollte schon ein Bus in die Stadt fahren. Zurück am Hafen erkundeten wir erst mal die Altstadt mit ihren vielen Bauten mit Römischem Einfluss. An einem historischen Platz gönnten wir uns ein Sandwich zwar in einem Restaurant, sassen aber auf Kissen auf einer Treppe mit einem kleinen Holztischchen dazwischen, etwas unbequem. Danach bestiegen wir einen Glockenturm und genossen die Aussicht über die Dächer von Split. Aus der Ferne sah der Hafenbahnhof etwas verwaist aus, also suchten wir mal den vermeintlichen Hauptbahnhof, fanden aber nach einem längeren Fussmarsch in der Hitze lediglich den Vorstadtbahnhof Split Predgrade, wo immerhin einige Wagen des Nachtzugs nach Zagreb abgestellt waren. Schliesslich dämmerte uns, dass der Hafenbahnhof, den wir gesehen hatten, wohl der Hauptbahnhof gewesen wäre… Den Abfahrtsplakaten in Pregrade entnahmen wir, dass nach einiger Wartezeit sogar noch ein Zug nach Split fahren sollte, und so war der Entschluss rasch gefasst, statt in die Stadt zurückzulaufen gleich den Zug zu nehmen. So konnte ich meine HZ-Freikarte immerhin mal einsetzen, und Tinu hatte seinen FIP auch dabei. Der Dieseltriebwagen vom DB-Typ VT612 kam recht pünktlich, die Fahrt ging fast nur durch Tunnel bis an den Hafen und der Zugbegleiter brauchte die ganze Fahrzeit, um meinen Freifahrschein kurz staunend zu begutachten, um anschliessend Tinu kein halbes FIP-Billett ausstellen zu können, so durfte dieser, nach kurzer Bestätigung, dass er wirklich Eisenbahner ist, gratis mitfahren. Erneut in der Altstadt suchten wir in einem Innenhof ein Resraurant fürs Nachtessen, fanden das «Portofino», wo wir herrlich assen und die Kosten anschliessend, wie schon so vieles auf dieser Reise, mit Hilfe der App Splitwise für die Gesamtabrechnung aufteilten. Splitten in Split sozusagen… Mit dem Bus gings später wieder hinaus zum Campground.

Tinus Tagesbericht